Wissen & Tipps / Perspektive

Nebenberuflich starten – realistisch und in deinem Tempo

Ich bin seit 1999 selbständige Forever-Distributorin. In dieser Zeit habe ich viele Menschen starten sehen – manche mit großem Erfolg, manche haben wieder aufgehört. Der Unterschied lag selten am Talent und fast immer an den Erwartungen.

Von Gerda Gasser · Aktualisiert am

Was du als Distributorin oder Distributor tust

Im Kern sind es zwei Aufgaben: Du empfiehlst Produkte, die du selbst kennst und verwendest, und du begleitest Menschen, die das ebenfalls tun möchten. Forever Living arbeitet im Direktvertrieb – der Verkauf läuft über persönliche Empfehlung statt über den Handel.

Du bist dabei selbständig. Du entscheidest, wie viel Zeit du investierst, mit wem du arbeitest und ob du bei der Produktempfehlung bleibst oder ein Team aufbaust.

Was ich dir nicht verspreche

Ich verspreche dir kein Einkommen. Was du verdienst, hängt von deinem Einsatz, deinem Umfeld und deiner Ausdauer ab, und es gibt keine Garantie. Wer dir schnelles Geld ohne Arbeit verspricht, sagt nicht die Wahrheit.

Was ich dir zusagen kann: eine ehrliche Einschätzung, eine gründliche Einarbeitung und Begleitung, solange du sie möchtest.

Ein realistischer Start in vier Schritten

So gehen wir üblicherweise vor:

  • Kennenlernen: Wir sprechen über deine Situation, deine Ziele und deine verfügbare Zeit.
  • Produkte erleben: Du verwendest die Produkte selbst, bevor du sie weiterempfiehlst.
  • Plan machen: Wir legen fest, wie viele Stunden pro Woche realistisch sind und was du in den ersten Monaten erreichen möchtest.
  • Dranbleiben: Regelmäßiger Austausch, Schulungen und ein Team, das Fragen beantwortet.

Formales in Österreich

Auch eine nebenberufliche Tätigkeit ist eine selbständige Tätigkeit. Dazu gehören in Österreich in der Regel eine Gewerbeanmeldung sowie Fragen zu Sozialversicherung und Steuer. Die Details hängen von deiner persönlichen Situation ab – etwa davon, ob du angestellt bist, in Karenz oder in Pension.

Ich bin keine Steuerberaterin. Die Wirtschaftskammer (WKO) und eine Steuerberatung geben dir verbindliche Auskunft; ich sage dir gerne, welche Fragen du dort stellen solltest.

Für wen es passt – und für wen nicht

Es passt, wenn du gerne mit Menschen sprichst, hinter den Produkten stehst und bereit bist, über Monate dranzubleiben. Es passt weniger, wenn du rasch ein fixes Einkommen brauchst oder ungern auf andere zugehst.

Beides ist in Ordnung. Ein Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts – und manchmal ist das ehrlichste Ergebnis, dass es gerade nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit brauche ich pro Woche?

Das bestimmst du selbst. Viele beginnen mit wenigen Stunden pro Woche neben Beruf oder Familie. Wichtiger als die Stundenzahl ist die Regelmäßigkeit.

Brauche ich Vorkenntnisse im Verkauf?

Nein. Wichtig ist, dass du die Produkte selbst kennst und gerne mit Menschen sprichst. Alles Weitere lernst du in der Einarbeitung.

Kann ich jederzeit wieder aufhören?

Ja. Du bist selbständig und gehst keine Verpflichtung ein, eine bestimmte Zeit dabeizubleiben.

Passend dazu

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische, rechtliche oder steuerliche Beratung.

Persönlich nachfragen

Noch Fragen zu diesem Thema?

Schreib mir, was dich beschäftigt – ich antworte persönlich und unverbindlich.

Frage stellen

Weiterlesen